„Gefällt mir nicht“ – ZFAs laut Ausbildungsreport besonders unzufrieden

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Mangelnde Kommunikation, zu wenig Betreuung – es gibt einige Faktoren, die ZFA-Auszubildende in ihrem Beruf stören. Wie der kürzlich veröffentlichte Ausbildungsreport des Deutschen Gewerkschaftsbunds zeigt, ist der Ausbildungsberuf zum Zahnmedizinischen Fachangestellten erneut auf einem der hinteren Plätze gelandet. Er belegt im Gesamtranking lediglich Platz 22. Für den Bericht des DGB wurden über 12.000 Auszubildende aus 25 verschiedenen Berufsgruppen befragt.

Kein Zusammenhang zwischen Theorie und Praxis

Kritisiert wird vor allem die mangelnde Kommunikation zwischen Ausbildungsstätte und Schule. Da das in der Theorie Gelernte nur selten in der Praxis zur Anwendung kommt, kann kein direkter Zusammenhang hergestellt werden. Das erlangte Wissen gerät dadurch schnell in Vergessenheit, wodurch der Lernerfolg gemindert wird. Gleichzeitig seien die Berufsschulen nicht mit genügend Unterrichtsmaterialien und Technik ausgestattet. Das verwendete Material sei häufig veraltet.

Überstunden sollten ausgeglichen werden

Dass es im stressigen Praxisalltag zu Überstunden kommen kann, ist völlig normal. Wichtig ist jedoch, dass diese entweder vergütet oder mit Freizeit ausgeglichen werden. Von den Befragten gaben jedoch nur 43,7 % an, dass dies in ihrer Praxis auch so gehandhabt wird.

Ähnlich verhält es sich mit dem Berichtsheft, das eine wichtige Voraussetzung für die Zulassung zur Abschlussprüfung darstellt. Der schriftliche Ausbildungsnachweis sollte während der Arbeitszeit im Betrieb angefertigt werden, so die gesetzliche Vorschrift. In den wenigsten Fällen wird den ZFAs jedoch die Möglichkeit während der Arbeitszeit geboten. Viele müssen die Aufgabe in ihrer Freizeit erledigen, was zu zusätzlichem Stress und mangelnder Erholung führen kann. So geben auch 43,7 % der ZFAs an, dass es ihnen in der Freizeit nicht gelingt, vom Beruf abzuschalten. Der Wert liegt über dem Durchschnitt.

Auch im Bereich der fachlichen Ausbildungsqualität erreicht die Lehre zum ZFA nur den 20. Platz. Häufig genannte Gründe sind das häufige Ausführen ausbildungsfremder Tätigkeiten sowie mangelnde Betreuung durch die Ausbilder.
Insgesamt zeichnet der Ausbildungsreport also ein eher ernüchterndes Bild ab. Dabei wäre es wichtig, die Auszubildenden zu schätzen, ihre Stärken zu fördern und als wertvolle Nachwuchskraft für die Praxis zu erhalten. Regelmäßige Feedbackgespräche sind zum Beispiel eine gute Möglichkeit, um gegenseitig über Vorstellungen und Ziele zu sprechen und den Arbeitsalltag optimal zu gestalten.

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Wer mehr über den Ausbildungsreport 2017 lesen möchte, kann sich hier genauer informieren.

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