Existenzgründung am Bodensee

Allgemein

"Die ganze Planung war plötzlich Realität - einfach phänomenal!"

Herr Dr. Fricke, wie wurden Sie auf Bauer & Reif Dental aufmerksam?

Dr. Fricke: „Über ein mir bekanntes Dentallabor, das bereits Kunde von Bauer & Reif war. Die Tatsache, dass Bauer & Reif ein Familienunternehmen ist, war mir dabei sehr sympathisch - eben nicht so amerikanisch."

Was war der ausschlaggebende Grund, dieses Projekt mit Bauer & Reif umzusetzen?

Dr. Fricke: „Bauer & Reif erwies sich als sehr serviceorientiert. Ich würde es mal so beschreiben: Ein Unternehmen mit Persönlichkeit. Herr Schmidt kam nach meinem Telefonanruf gleich zu uns und war angenehm ausgeglichen und professionell. Er drängte sich überhaupt nicht auf, wie Außendienstler das manchmal so machen, sondern hörte zu und brachte sehr gute Ideen ein. Nach wie vor ist er sehr verlässlich und ruft sofort zurück. Eine Betreuung, die genau zu uns passt."

Können Sie das konkreter beschreiben?

Dr. Fricke: „Wissen Sie, im Laufe meiner 16 Jahre als praktizierender Zahnarzt habe ich einige Erfahrungen gesammelt, auf die ich jetzt zurückgreifen konnte. Ich wusste, dass ich in meiner eigenen Praxis einiges anders machen wollte. Mein Ziel war es, eine maßgeschneiderte Praxis zu realisieren, die genau auf meine Philosophie abgestimmt ist.

Deshalb habe ich zunächst ein persönliches Praxishandbuch geschrieben, in dem ich die Leitlinien meiner Praxis festhielt. Wissen Sie, ich bin von der Philosophie des Buddhismus sehr überzeugt und Respekt im Umgang mit Menschen wird bei mir groß geschrieben. Ich wollte mit meiner eigenen Praxis ein kleines Unternehmen entwickeln, das es sich zum Ziel setzt, die Menschen, d. h. Patienten wie auch die Mitarbeiter, in den Vordergrund zu stellen. Eine gute Stimmung in der Praxis, authentische Harmonie, Ehrlichkeit, Offenheit und eben Respekt sind Werte, die sich auch auf die Patienten übertragen. Man muss sich aber bewusst machen, dass diese Werte täglich vorgelebt und gepflegt werden müssen. Dafür bin ich als Führungskraft und als Person verantworlich. Das kann ich nicht einfach meinen Mitarbeitern überlassen. Die Lehre von Buddha sagt: "Es gibt keinen dauerhaften Zustand. Man entwickelt sich immer weiter." Deshalb ist es bei Teambesprechungen sehr wichtig, dass sich jeder offen äußern und konstruktiv einbringen kann. Wenn einmal etwas schief läuft, muss man im Team offen darüber sprechen können, anstatt es aus Angst zu vertuschen.

So jetzt bin ich etwas abgeschweift. Aber meine Philosophie sollte sich in allen Elementen in der Praxis widerspiegeln. Bauer & Reif bzw. Herr Schmidt hat mir dabei geholfen, dass in der Einrichtung, der Praxisausstattung und in der Technik entsprechend umzusetzen."

"Mir ist aufgefallen, dass in den Räumen keine Geräte und Einheiten zu sehen sind. Lediglich geschlossene Schränke, ein eleganter Behandlungsstuhl, ein Flatscreen an der Wand und ein iPad am Stuhl."

Dr. Fricke: „Ja, das ist z.B. eine Konsequenz. Den Patienten erwartet zunächst ein bequem geschwungener Behandlungsstuhl - ohne Geräte und ohne Speibecken."

Ohne Speibecken?

Dr. Fricke: „Ein Speibecken ist heute gar nicht mehr nötig. Der Speichel und die Füllungsreste werden schon während der Behandlung verlässlich abgesaugt. Kein auch für den Patienten umständliches herunterfahren des Stuhls mehr, kein aufsetzen, kein unangenehmes ausspucken."

Und die Geräte, die Sie zur Behandlung benötigen?

Dr. Fricke: „Die werden erst herangefahren, wenn der Patient es sich schon bequem gemacht hat. Sein Einstieg in die Behandlung ist damit schon ein ganz anderer, wesentlich entspannter. Was sich dann auch in der Behandlung fortsetzt. Mein Anspruch an meine Behandlungen ist, dass sie ruhig und perfekt ablaufen. Es sind oft die kleinen Dinge, die für Unruhe sorgen und Zeit kosten. Wenn alles professionell vorbereitet und effizient aufeinander abgestimmt ist, wirkt sich das nicht nur auf die Stimmung während der Behandlung aus, sondern auch auf die Zahlen. Das hat mir Herr Schmidt von Bauer & Reif bewusst gemacht. Er empfahl mir z. B. die Anschaffung von Waschtrays, die mit bestimmten Behandlungssets gefüllt sind. Dieses Behandlungsset kommt nach der Behandlung im Waschtray in die Reinigung und in die Sterilisation. D.h., die Assistentin muss nicht mehr so viel Zeit verwenden, alle Geräte einzeln in den Thermodesinfektor zu legen und nach der Sterilisation wieder einzeln in die Schubladen zu sortieren. Auch die Anschaffung der Einwegfeilen von Omnident war eine gute Idee, die sich unterm Strich rechnet. Ich habe zwar dadurch einen größeren Feilenverbrauch, brauche aber weniger Personalzeit und sorge für hygienischere und effizientere Ergebnisse. Das Personal kann sich um anspruchsvollere Aufgaben kümmern. Ich muss sagen, professionelles Qualitätsmanagement hat durchaus seine Berechtigung. Allerdings muss man sich als Chef auch selbst damit auseinandersetzen, um zu verstehen, wo gespart und wo investiert werden sollte."

Wie war die Zusammenarbeit mit den Innenarchitekten von Bauer & Reif?

Dr. Fricke: „Eigentlich habe ich die Planung ausschließlich mit Herrn Schmidt abgestimmt. Er hat sich um alles gekümmert und ein entsprechendes Konzept erstellt, das dann auch so umgesetzt wurde. Besonders individuelle Arbeiten habe ich mit Handwerkern vor Ort abgestimmt, z.B. die Verkleidung der Heizkörper mit Wiener Geflecht. (Schmunzelt) Die Stoffverkleidung der Schränke im Wartebereich habe ich z.B. selbst gemacht."

Wie reagieren Ihre Patienten auf die neue Praxiseinrichtung?

Dr. Fricke: „Das war sehr interessant. Wir hatten ja ausschließlich in der Presse zu einem Tag der offenen Tür eingeladen. Tatsächlich stieß diese Einladung auf großes Interesse und wir gewannen bereits an diesem Tag sehr viele Neupatienten. Alle Besucher waren begeistert und spürten gleich, was die Praxis ausstrahlen sollte."

Und wie ging es Ihnen am ersten Tag?

Dr. Fricke: „Die Gründung der eigenen ganz neuen Existenz ist ein unbeschreibliches Gefühl. Plötzlich ist alles ganz nah. Alles kriegt schlagartig ein Gesicht. Das muss man erst einmal verkraften. Die ganze Planung war plötzlich Realität und zwar genauso wie ich es mir vorgestellt hatte. Einfach phänomenal. (Lacht) Ich war geflasht!"

 

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